Die wöchentliche Sprechstunde in der Gemeindeverwaltung haben wir schon seit längerer Zeit abgeschafft. Oft hat der Ortsbürgermeister Spinnenweben angesetzt bzw. ist vereinsamt, weil einfach niemand auftauchte. Seither haben wir in Lautzenbrücken die „fliegende Sprechstunde“, sprich, die Bürgerinnen und Bürger melden sich und dann wird individuell vereinbart, wie geholfen werden kann. Sehr oft lassen sich Dinge schon am Telefon oder per Textnachricht regeln. Ansonsten kommt der Ortsbürgermeister auch nach Hause oder es wird ein Termin an der Gemeindeverwaltung geplant, manchmal klingelt es auch privat an der Haustür, ganz wie es passt und beliebt.

Das klappt sehr gut bis hervorragend, wenn sich die Besuche an der Haustür jetzt nicht vervielfachen und im Garten eine Wartezone aufgebaut werden muss. Kurzum: Oft wird von der Bürgernähe gesprochen, das ist ein Beispiel, wie man das im Alltag auch leben kann. Bei uns funktioniert es jedenfalls. Und keine Angst, die Gemeindeverwaltung wird nicht zum Geisterschloss, die Gemeindebücherei sorgt für Leben, der Angelverein ist dort untergebracht und die verschiedenen Dorfveranstaltungen sorgen auch immer für ein rein und raus.